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Ostholsteiner Anzeiger – Es geht nur Hand in Hand

de

04.07.2002

Hutzfeld: Sanitätsschüler und Feuerwehren stärken Zusammenarbeit. Wenn ein Unfall passiert, es um Leben und Tod geht, muss die Zusammenarbeit zwischen den Rettern klappen: Eimal im Jahr üben deshalb die Wehren Hutzfeld, Bosau und die Sanitätsschule Nord gemeinsam den schrecklichen Ernstfall.


Bild und Text: Andreas Meyer


Bild und Text: Andreas Meyer

Ein Verbindungsweg zwischen Hutzfeld und Brackrade am Abend: Ein Pärchen ist mit dem Auto unterwegs. Sie haben es eilig, fahren zu schnell. Plötzlich verliert die Fahrerin die Kontrolle, der Wagen rast in den Knick und überschlägt sich. Wenige Minuten später treffen die ersten Helfer der Hutzfelder Feuerwehr ein, ihnen zeigt sich ein Bild des Grauens: Die Insassen sind schwer verletzt und können nicht befreit werden. Die Schreie der beiden jungen Opfer gehen in den Rufen der Helfer und dem lauten Dröhnen der Stromaggregate unter.
Es war ein furchtbarer Anblick, der sich den Helfern der Feuerwehren Hutzfeld-Brackrade und Bosau-Kleinneudorf sowie den Auszubildenden der Sanitätsschule Nord bot.

Doch das Schreckensszenario war glücklicherweise kein Ernstfall, sondern eine Übung. Zum dritten Mal trainieren 35 Retter der Feuerwehren und acht künftige Rettungssanitäter gemeinsam. „Die Übung ist für junge Leute auf beiden Seiten gedacht. Wir müssen sie immer wieder an einen möglichen Einsatz mit Schwerverletzten gewöhnen“, erzählt der Hutzfelder Feuerwehrchef Peter Reddig. Auch Thomas Ihms, Leiter der Sanitätsschule, weiß: „Nur wenn Feuerwehren und Sanitäter Hand in Hand arbeiten, können die Opfer optimal versorgt werden.“

Die Übung: Nur mit Rettungsscheren und viel Mühe konnten die Autotüren geöffnet werden. Die größte Herausforderung: Benzin, das ausgelaufen war, konnte jede Sekunde in Brand geraten. Brandverletzungen, Knochenbrüche, Prellungen: Jede Verletzung war mit Schminke bis ins kleinste Detail nachgestellt. Immer wieder wurden die simulierten Rettungsarbeiten von Schaulustigen und übereifrigen Journalisten (ebenfalls Sanitätsschüler) gestört. „Damit müssen Helfer im Ernstfall umgehen können“, so Reddig.
„Die Zusammenarbeit hat super geklappt. Die Verletzten hätten den Unfall mit Sicherheit überlebt“, meine Ihms nach der Übung. Reddig fügt hinzu:“Klar, es wurden Fehler gemacht. Aber aus denen können und müssen wir lernen.“
Auch in Zukunft wollen beide Seiten
gemeinsam trainieren.
„Kein Unfall ist wie ein anderer.“
Nur Übung mache den Rettungs-Meister.

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